Krebsvorsorge bei GKV Patient

Krebsvorsorge – was gehört denn überhaupt dazu beim Frauenarzt?

Gerade gesetzlich krankenversicherte Patientinnen sind immer wieder verunsichert, wie oft sie zur Krebsvorsorge gehen dürfen, welche Untersuchungen von der Kasse gezahlt werden und welche nicht.

Generell gilt:
Die Vorsorge soll einmal jährlich erfolgen, wobei zwischen den Untersuchungen mindestens 3 Monate liegen müssen. Also, wer im November dieses Jahres kommt, kann im Februar des nächsten Jahres wieder kommen.

Zu dieser Vorsorge in der Frauenarztpraxis gehört eine Anamneseerhebung. Das ist das sammeln von Gesundheitsinformationen wie Geburten, chronische Erkrankungen, frühere Operationen, die einerseits die Patientin selbst betreffen, andererseits auch die Familie. Ganz wichtig sind hier Informationen zu Krebserkrankungen auf der weiblichen Seite.

Die von der Kasse zu erstatteten Befundungsmethoden sind:

  • Tasten über Bauchdecke und Scheide
  • Abstrich vom Muttermund mit einem verlängerten Wattestäbchen
  • Abtasten der Brüste

 

Ja, und was ist mit einem Ultraschall?

Das ist die oft gestellte Frage der Patientinnen, die sich wohl sehr gut vorstellen können, dass da irgendwie was fehlt: nämlich das SEHEN. Das Ultraschallgerät ist nämlich das Auge für das Innere des Körpers. Damit kann Arzt/Ärztin einfach viel mehr erkennen.

Und nein, diese Methode ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festgehalten.

ABER es gibt zur Zeit einige Krankenkassen, die eine Ultraschalluntersuchung im Rahmen ihrer Präventionsmaßnahmen ganz, bzw. einen Zuschuss zahlen. Dazu muss die Praxis eine sogenannte IGeL-Rechnung, basierend auf der Gebührenordnung für Ärzte, ausstellen, die die Patientin dann bei Ihrer Kasse einreichen muss.Schauen Sie einfach mal auf der Webseite Ihrer Krankenkasse nach.

Auch ein Brustultraschall ist nicht in dieser Vorsorge enthalten. Wenn Sie also auf Nummer Sicher gehen wollen, dann ist auch diese präventive Untersuchung eine Individuelle Gesundheitsleistung.